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  Presse >> Start bei heftigem Gegenwind - Gesamtschule Elsen vor 25 Jahren gegrĂŒndet

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Heute lernen hier 1300 Kinder und Jugendliche


Paderborn(WV). Eine »rote Gesamtschule« im »schwarzen Paderborn«: Das war in den 80er Jahren politisch nur schwer durchsetzbar. Eine vom Schulkonzept ĂŒberzeugte Elterninitiative ließ jedoch nicht locker. Und so wurde im August 1990 in Elsen die erste stĂ€dtische Gesamtschule eröffnet. Das JubilĂ€um wird von diesem Wochenende an gefeiert.

»Gesamtschule in Paderborn zu den Akten gelegt«: So titelte das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT noch im Juli 1987. Damals war beim Anmeldeverfahren nur knapp die HĂ€lfte der notwendigen SchĂŒlerzahl zusammengekommen, und der Schulausschuss beschloss mit den Stimmen von CDU und FDP, auf weitere Anmeldeverfahren zu verzichten. SPD und GrĂŒne legten Protest ein, und in Elsen formierte sich eine Elterngruppe, die sich fĂŒr den Erhalt einer weiterfĂŒhrenden Schule in ihrem großen Stadtteil einsetzte.

Denn die Hauptschule am Schlengerbusch vermeldete sinkende SchĂŒlerzahlen, die Schließung war absehbar. Ihr Leiter, Werner KĂ€uper, begann daher, die Elterngruppe zu unterstĂŒtzen. SpĂ€ter wurde er Konrektor der Gesamtschule.

Zu den von dieser Schulform ĂŒberzeugten Eltern gehörte auch Sigrid Beer, Mutter von drei Kindern und heute Landtagsabgeordnete der GrĂŒnen. »Ich wollte, dass meine Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen eine Schule besuchen konnten«, erklĂ€rt sie ihre damalige Motivation. »Alle AbschlĂŒsse sollten an einer Schule möglich sein.« Sigrid Beer erinnert sich noch gut an die phantasievollen Aktionen der Elterngruppe und daran, »dass wir mit vielen Vorurteilen fertig werden mussten.«

Das Engagement der Eltern wurde mit Erfolg belohnt. 1990 reichten die Anmeldezahlen aus, die Gesamtschule musste nach dem NRW-Schulgesetz gegrĂŒndet werden – auch wenn das manchen Paderborner Kommunalpolitikern nicht gefiel. Ihr Widerstreben wurde bei der Besetzung der Rektorenstelle deutlich. Annegret Greipel-Bickel war die einzige Bewerberin mit Gesamtschulerfahrung und wurde zweimal vom Schulausschuss abgelehnt. Die Gesamtschule Elsen konnte aber nicht fĂŒhrungslos starten, deshalb musste Schulminister Hans Schwier die Angelegenheit klĂ€ren. Er ernannte die Fachlehrerin fĂŒr Englisch und Musik schließlich zur Rektorin. Die damals 37-JĂ€hrige hatte bereits die beiden lippischen Gesamtschulen in Leopoldshöhe und Detmold aufgebaut.

Im August 1990 war es dann so weit: 172 FĂŒnftklĂ€ssler versammelten sich erwartungsvoll mit ihren Eltern und 14 Lehrern in der neuen Gesamtschule, die sich zunĂ€chst die RĂ€ume am Schlengerbusch mit der Hauptschule teilen musste. 1992 wurden die Hauptschulen Elsen und Heinrich in Schloß Neuhaus zusammengelegt. Die Gesamtschule entwickelte sich weiter sechszĂŒgig. Sie ĂŒbernahm auch das GebĂ€ude der benachbarten Comenius-Grundschule, die in einen Neubau zog, bekam zusĂ€tzliche FachrĂ€ume, eine Aula und eine BĂŒcherei. Der Schultrakt fĂŒr die inzwischen vierzĂŒgige Oberstufe wurde damals nur zweizĂŒgig gebaut und wird derzeit erweitert.

Seit 1992 nimmt die Gesamtschule Elsen auch Kinder mit sonderpĂ€dagogischem Förderbedarf auf. 1996 wurde der erste Jahrgang mit Mittlerer Reife entlassen, drei Jahre spĂ€ter bestanden 42 SchĂŒler das erste Abitur.

Die Gesamtschule Elsen mit ihrem Ganztagsbetrieb, ihrer Vielfalt an SchulabschlĂŒssen und ihren Integrationsklassen war schon bald bei Kindern und Eltern beliebt. Die Zahl der Anmeldungen ĂŒberschritt oft die KapazitĂ€ten. Und auch die Kommunalpolitik weiß das Konzept und den Erfolg der Schule lĂ€ngst zu schĂ€tzen.

Heute besuchen 1300 Kinder und Jugendliche die Gesamtschule Elsen. Die Eltern sind in einem Förderverein organisiert, der die Mensa und die Bibliothek betreibt. Geleitet wird er seit 1998 von Sigrid Beer, »weil ich mich Elsen noch immer verbunden fĂŒhle«, sagt die DĂŒsseldorfer Politikerin. Ihre Tochter, eine ehemalige SchĂŒlerin der Gesamtschule, unterrichtet heute dort als Lehrerin.

»Zum JubilĂ€um wĂŒnsche ich mir, dass die Gesamtschule Elsen mit ihren Ideen von Toleranz und Akzeptanz noch stĂ€rker in die Stadt hinein wirkt«, sagt Schulleiterin Annegret Greipel-Bickel. Die Chancen stehen fĂŒr den gesamten Kreis Paderborn gut: Ehemalige Kollegen leiten heute die Gesamtschulen DelbrĂŒck, Salzkotten und Heinz-Nixdorf in Paderborn.

Von AndreaPistorius


Der GebĂ€udekomplex der Gesamtschule Elsen wurde aus Hauptschule, Comeniusschule und Neubauten zusammengefĂŒgt. Schulleiterin Annegret Greipel-Bickel und die Vorsitzende des Fördervereins, Sigrid Beer,

© WestfÀlisches Volksblatt Paderborn, 20.11.2014

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