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Sch├╝lerprojekt zu Kriegserfahrungen


Elsen(WV). In einem Gemeinschaftsprojekt befassen sich Sch├╝ler der Gesamtschule Paderborn-Elsen und des Ersten Gymnasiums in Sarajevo mit den Zerst├Ârungen beider St├Ądte ÔÇô ob im Zweiten Weltkrieg oder w├Ąhrend der dreij├Ąhrigen Belagerung in den 1990er Jahren. Gemeinsam ziehen die Sch├╝ler im April ihre Schl├╝sse daraus.

Kriegserfahrungen seien kultur├╝bergreifend, so die Erfahrung der Sch├╝ler. Die Stadt Sarajevo ist durch die Belagerung von 1992 bis 1995 stark zerst├Ârt worden, unter den Augen der Welt├Âffentlichkeit sind hier 11 500 Menschen, darunter etwa 1600 Kinder, gestorben. ┬╗Die Menschen m├Âchten nach vorn blicken ohne den Krieg zu vergessen.┬ź Die Stadt Paderborn ist im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden. ┬╗Das hat in der Folge Menschen befreit, aber auch zu unschuldigen Opfern gef├╝hrt und sicher auch T├Ąter zu Opfern gemacht┬ź, so die Meinung der Gesamtsch├╝ler. Auch Paderborn habe man einen ┬╗Monte Scherbelino┬ź, einen Schuttberg, der heute eher als Naherholungsgebiet wahrgenommen wird. ┬╗Die j├╝ngere Generation wei├č nicht, dass der Scherbenhaufen 80 Prozent der ┬╗alten Stadt┬ź verbirgt.┬ź

Krieg k├Ânne nicht ┬╗einfach┬ź vergessen werden. Ein Bem├╝hen darum sei phasenweise verst├Ąndlich, verlagere die Konsequenzen aber eher und mache sie wahrscheinlich noch zentraler. ┬╗Welche Rolle spielen allt├Ągliche Vorurteile und Diskriminierung bei der Entstehung von Konflikten? Warum ist es so wichtig, eine eigene Position zu den Formen friedfertigen Miteinanders nicht nur in Europa zu beziehen?┬ź Diese Fragen stellen die Sch├╝ler. Die Partnerschaft der beiden Schulen ist durch kollegiale Kontakte bereits in den Zeiten des B├╝rgerkrieges 1995 entstanden. In diesem Herbst lebten zw├Âlf Elsener Sch├╝ler in bosnischen Gastfamilien, der Gegenbesuch ist vom 21. bis 30. April geplant.

Sie haben Ideen entwickelt und erprobt, wie kultur├╝bergreifende Kriegserfahrungen im Rahmen regionaler Erinnerungskultur thematisiert und umgesetzt werden k├Ânnen. In Sarajevo sind die Kriegsruinen im Stadtbild noch ebenso Realit├Ąt wie die allt├Ągliche Begegnung mit Zeitzeugen des Krieges.

Die Zerst├Ârung Paderborns ist f├╝r die Sch├╝ler schon Geschichte. Im Rahmen des Projektaustauschs soll Paderborns ┬╗Monte Scherbelino┬ź Bestandteil regionaler Erinnerungskultur ohne politische Instrumentalisierung werden. Dazu werden w├Ąhrend des Projektes ┬╗Zuviel Gras ├╝ber der Geschichte?┬ź k├╝nstlerische Eingriffe in den ├Âffentlichen Raum erarbeitet. Geeignet seien Konzepte, die eine einseitige Perspektive vermeiden. 70 Jahre nach Kriegsende fragen sich die Sch├╝ler: ┬╗Wie ist jemand T├Ąter, wie Opfer geworden?┬ź

┬ę Westf├Ąlisches Volksblatt Paderborn, 31.12.2014

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