Kontakt  |  Impressum  |  Sitemap  |  Intern  
 Glossar  | Suche  
  Unsere Schule  | Fachbereiche | Schüler | Eltern | Ganztag | Schulsozialarbeit | Integration | Gym. Oberstufe | Teamstruktur | Schulprogramm  
 
  Presse >> Bericht eines bewegten Lebens

  - Mensa 
  - Schuljubiläum 
  - Ehemalige 
  - Presse 
  - Termine 
  - Projekte 
  - Offene Stellen 
  - Schulinfos 
  - Aktuelles 
19.09.2017
Demokratie erleben - Juniorwahl 2017 an der Gesamt ...
12.09.2017
Besuch des Glaubensgartens auf der Landesgartensch ...

Zeitzeuge Theodor Bergmann (99) an der Gesamtschule Elsen zu Gast


E l s e n (WV). »Der schönste Moment in meinem Leben war der 8. Mai 1945. Mit dem Ende des Naziregimes wusste ich, dass ich es überlebt hatte «, sagte Theodor Bergmann vor 200 Schülern der Gesamtschule Elsen.

Der 99-jährige Zeitzeuge aus Stuttgart erzählte den Schülern der neunten bis zwölften Klassen in der Aula aus seinem bewegten Leben und beantwortete viele Fragen zu seiner eigenen Biografie und zu den politischen Entwicklungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese verfolgte Bergmann stets mit wachem und kritischem Blick.

1933 – mit erst 17 Jahren – musste er wegen der drohenden Verfolgung aufgrund seines jüdischen Glaubens und seines politischen Engagements in politisch linken Gruppierungen über das damals noch von den Franzosen verwaltete Saarland aus Deutschland flüchten. Über Stationen im damaligen Palästina, der Tschechoslowakei und Schweden kehrte Bergmann nach dem Ende des Krieges wieder nach Deutschland zurück.

Abschließend beantwortete der Zeitzeuge, der nach dem Krieg Agrarwissenschaft studierte und später als Professor an der Universität Stuttgart-Hohenheim forschte und lehrte, viele Fragen der Schüler.

So wurden mehrere Fragen zum Nahost-Konflikt gestellt. Voller Überzeugung antwortete er, dass jedes Land zwei Völker habe – eines oben, das herrsche und nach Macht strebe, und eines unten, das leben wolle und Frieden suche. So ehrlich und einfach sei auch seine Einschätzung des Nahen Osten. Im Grunde gehe es immer darum, Koexistenzen anzustreben. Die Hamas müsse Israel anerkennen, und im Gegenzug müsse Israel die besetzten Gebiete räumen, denn der Gazastreifen gehöre zu Palästina.

Die Schüler der Gesamtschule waren beeindruckt von der geistigen Präsenz des fast Hundertjährigen und vor allem von der ungefilterten, direkten Schilderung einer Zeit, die sie bestenfalls noch aus dem Fernseher kennen und deren Ursachen und Zusammenhänge langsam drohen, in Vergessenheit zu geraten. Mehr als 90 Minuten lang stand Theodor Bergmann den interessierten und faszinierten Zuhörern Rede und Antwort.

Auch im weiteren Gespräch, in dem es noch um Themen wie den Kalten Krieg, den Eisernen Vorhang, die Türkei sowie um die aktuellen Flüchtlingsdramen im Mittelmeer ging, zeigte Bergmann keine Ermüdungserscheinungen, verteidigte seine politischen Ideale und Werte, legte sich für mehr Demokratie von unten ins Zeug und rief die Schüler dazu auf, dem Appell des französischen Schriftstellers Stéphane Hessel zu folgen: »Empört euch!«


Theodor Bergmann spricht in der Aula der Gesamtschule Elsen ĂĽber seine Erlebnisse in der Zeit des Nationalsozialismus. Foto: WV

© 2015 Neue Westfälische 105 - LOKALES, Donnerstag, 7. Mai 2015

Zum Anfang der Seite

  Letzte Änderungen
20.09.17
Aktuelles
19.09.17
Berufsorientierung
15.09.17
Essenspläne
11.09.17
Klassenpflegschaften
8.09.17
Termine
4.09.17
SchĂĽlerInnenhilfe
4.09.17
Eltern
21.08.17
Berufsorientierung
11.07.17
Schulinfo
©2017 Gesamtschule Paderborn Elsen