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  Presse >> Annegret Greipel-Bickel sagt nach 26 Jahren der Gesamtschule ade

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Kämferisch durch jeden Sturm


von Manfred Stienecke

E l s e n (WV). Nach 26 Jahren in der Leitungsfunktion der Gesamtschule Elsen ist Schuldirektorin Annegret Greipel-Bickel (65) gestern in den Ruhestand verabschiedet worden. Zuletzt durfte sie noch einmal die Fackel der Freiheit hoch halten.

Den Schlussgag in der fast dreistündigen Abschiedszeremonie in der Schulaula hatte sich die Vorsitzende des Fördervereins der Schule, die heimische Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (Grüne), einfallen lassen. Sie war es auch, die mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sogar die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes für die Festrede gewinnen konnte. Solch Ehre dürfte selten einer aus dem Schuldienst ausscheidenden Lehrkraft zuteil geworden sein.

Die Ministerin hatte dabei Glück. Sie hätte sich wegen Zuspätkommens zumindest eine Rüge einhandeln müssen. Doch die Gesamtschuldirektorin zeigte sich in ihrer letzten Arbeitswoche großzügig: Kein Klassenbucheintrag! Sylvia Löhrmann revanchierte sich dafür artig mit viel Lob. Annegret Greipel-Bickel habe die Elsener Schule 1990 »gegen den Mainstream« aufgebaut und geprägt und sich als »Pionierin in Sachen Gesamtschule und Inklusion « erwiesen. »Sie haben ein Erbe hinterlassen, das Wirkung zeigen wird. Ihre Saat ist aufgegangen «, sagte Löhrmann unter dem Beifall der rund 400 Abschiedsgäste, darunter mit Willi Lüke, Heinz Paus und Michael Dreier alle drei Bürgermeister, in deren Amtszeit die Gesamtschuldirektorin in Elsen tätig war.

Dreier meisterte elegant die pikante Aufgabe, die von der damaligen CDU-Mehrheit im Stadtrat abgelehnte und daraufhin von der Bezirksregierung in Detmold eingesetzte Bewerberin um die Schulleiterstelle zum Abschied in höchsten Tönen zu loben. »Ich sage danke für Ihren enormen Einsatz. Sie haben mit viel Mut den Aufbau der Gesamtschule betrieben. Sie haben dazu beigetragen, dass daraus ein Erfolgsmodell wurde,« sagte der Bürgermeister.

In der von zahlreichen musikalischen Beiträgen der Schüler, Eltern und Lehrer aufgelockerten Feierstunde würdigten auch Weggefährten aus dem Kollegium und die Vorsitzende der Elternpflegschaft, Birgit Kohl, die Leistungen der scheidenden Direktorin. Vertreter aus den Partnerschulen in Bolton (England), Beaufort (Frankreich) und Pamplona (Spanien) meldeten sich ebenso wie einige Schüler dankbar per Video zu Wort. »Wir werden auch Ihre Strenge vermissen«, hieß es aus Schülermund, was den Moderator Michael Puchbauer dazu animierte, auf eines der wichtigsten Requisiten der Schulleiterin, die Trillerpfeife, hinzuweisen.

In den Wortbeiträgen klang immer wieder die zunächst schwierige Entstehungsgeschichte der von der CDU anfangs ungeliebten Schulform an, die schon im zweiten Jahr in Elsen aus allen Nähten platzte und heute rund 1300 Schüler zählt. Fördervereinsvorsitzende Sigrid Beer, die 1989 die schließlich erfolgreiche Elterninitiative mit begründete, schlüpfte dafür am gestrigen US-Unabhängigkeitstag in das Kostüm der New Yorker Freiheitsstatue und reichte Annegret Greipel-Bickel symbolisch die Fackel, mit der sie den Geist der Gesamtschule in Paderborn entzündet habe.

Die scheidende Direktorin stellte ihr Schlusswort unter das Bild des Menschen, der sich glücklich durch den Sturm gekämpft hat. Immer noch gebe es aber in der Öffentlichkeit diskriminierende Äußerungen zum Gesamtschul- Abitur. Dagegen sang sie am Ende unverzagt mit »You’ll Never Walk Alone« an.

»Sie haben ein Erbe hinterlassen, das Wirkung zeigt. Ihre Saat ist aufgegangen.«
Schulministerin Sylvia L ö h r m a n n


Landtagsabgeordnete Sigrid Beer (GrĂĽne) wĂĽrdigt als amerikanische Freiheitsstatue die Verdienste der scheidenden Gesamtschul-Direktorin Annegret Greipel-Bickel (links). Ihre Nachfolge soll entschieden

© WESTFALEN-BLATT Nr. 154, LOKALES, Dienstag, 05. Juli 2016

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