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  Presse >> Das Wunder der Aussöhnung

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12.09.2017
Besuch des Glaubensgartens auf der Landesgartensch ...

Woche der BrĂĽderlichkeit endet mit einem Appell an den Papst


VON RALF MISCHER

Paderborn. Der Staat Israel feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag – und auch in Paderborn feiert man mit. Die traditionelle Woche der Brüderlichkeit endete am Sonntagnachmittag mit einer Abschlussveranstaltung im historischen Rathaus – im Mittelpunkt stand dabei der Staat am östlichen Rand des Mittelmeers.
Seit dem Jahr 1997 wird in Paderborn die Woche der Brüderlichkeit gefeiert – auch deutschlandweit stand diese Begegnungswoche unter dem zentralen Motto „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“. Das Zitat stammt vom ersten israelischen Ministerpräsidenten Ben Gurion. Die „Woche der Brüderlichkeit“ ist eine Veranstaltung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und findet in Deutschland seit dem Jahr 1952 statt.
Der Vorsitzende der Paderborner Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit in (GCJZ), Hubert Frankemölle, versteht das Jahresmotto als Aufruf zur Versöhnung. Dass derlei Aussöhnungs-Wunder machbar sind, scheint für Frankemölle auch ein Blick nach Israel zu belegen: „Nicht nur Juden sehen nach der Schoa, nach der fast vollständigen Vernichtung des europäischen Judentums in der NS-Zeit die Gründung des Staates Israel als Wunder an“.
Ein Wunder sei für ihn auch, dass es nach der Zerstörung des deutschen Judentums wieder Juden gebe, „die nicht auf gepackten Koffern sitzen“ und dass es wieder „jüdische Gemeinden in Deutschland gibt“. Diese Gründungsarbeit sei von Juden geleistet worden, „die die Verfolgung in Deutschland oder in den Nachbarländern überlebt hatten oder aus den Konzentrationslagern zurück kehrten“.
Der Vorsitzende räumte ein, dass es auch in der Paderborner Gemeinde Konflikte zwischen deutschen und osteuropäischen Juden gegeben habe. Aber: „Wer hätte diese Entwicklung der Neubelegung der jüdischen Gemeinden 1988 voraussagen mögen?“ Frankemölle äußerte auch Kritik: „Es bleibt zu hoffen, dass die zarten Blüten der Ökumene nicht durch heftige Nachtfröste vernichtet werden“, sagte er mit Blick auf die vom Papst Anfang Februar 2008 erlassenen Karfreitagsfürbitten. Frankemölle äußerte die Hoffnung, dass Benedikt auf den Weg der Erneuerung zurückkehre.
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Paderborn, Dietrich Honervogt betonte, dass die große Teilnehmerzahl die Wichtigkeit der Veranstaltung unterstreiche. Bürgermeister Heinz Paus weilte indes auf dem Festgottesdienst zur Pensionierung von Pfarrer Heinz-Peter Mossburger. Sein Stellvertreter lobte das Engagement der GCJZ als „wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen Christen und Juden“.
Wie wichtig Verständigung ist, machte Shmuel Rubens in seiner Rede deutlich. Rubens ist Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und berichtete aus erster Hand von der Gründung des Staates Israel. Nach dem Krieg musste sein Vater feststellen, dass viele Freunde und Verwandte nicht mehr lebten, sie waren dem Nazi-Terror zum Opfer gefallen. In Israel diskutierte man derweil heftig über das Ende des britischen Mandats. Nachdem sich seine Eltern kennen lernen, beschließen sie, in der Wüste Negev ein sozialistisches Kibbuz zu bauen – Pionierstimmung in Israel.
Gekonnt haben Schüler der Gesamtschule Paderborn Elsen das Motto der Veranstaltung auf vielfältigste Weise in Wort und Musik umgesetzt. Etwa mit einem Dialog zu der Philosophie Martin Bubers, der pointiert die Denkschule des in Wien geborenen Israelis nachzeichnete und gleichzeitig tänzerisch zum Ausdruck brachte. Schüler und Lehrer haben die Darbietungen selbst entwickelt und umgesetzt.
© 2008 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 11. März 2008


Schulter an Schulter zur Woche der Brüderlichkeit: Prof. Dr. Hubert Frankemölle, Shmuel Rubens, Bürgermeister Dietrich Honervogt und Günter Bitterberg im Paderborner Rathaus. FOTO: RALF MISCHER

© 2008 Neue Westfälische

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