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  Presse >> Auf Augenhöhe im Rollstuhl

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Wie SchĂĽler mit und ohne Behinderung gemeinsam Basketball spielen


Lokales VON HOLGER KOSBAB Paderborn. Beim Sprint zum Ball haben die Mitspieler keine Chance. Niemand dreht seinen Rolli so souverän und führt den Ball so sicher übers Feld. „Ich spiele öfter mal zuhause“, sagt Uwe Mohns (11). Beim Rollstuhlbasketball ist er im Vorteil – auch wenn er mit seinen Glasknochen grundsätzlich ein Handicap hat. Doch benachteiligt sind diesmal die anderen Kinder der Klasse 5b der Gesamtschule Elsen. Die sitzen zum ersten Mal im Rolli. Im Rahmen des Projekts „Rollstuhlbasketball macht Schule“ sind für einige Stunden die nicht behinderten Kinder im Sport auf Augenhöhe mit den behinderten Mitschülern. „Die Schüler machen ganz neue Erfahrungen – und zwar mit vertauschten Rollen“, sagen die Sportlehrer Antonio Sierra und Elena Ahlmeyer. Erst kürzlich, vor den Osterferien, stand Basketball auf ihrem Lehrplan – so dass die einmalige Rolli-Stunde zeitlich gut eingebunden ist. Die Gesamtschule ist für das Projekt dabei prädestiniert. Durch die sogenannten I-Klassen – in den Stufen 5 bis 10 ist es die Klasse b mit 24 Schülern, darunter sechs Integrationskinder – gehört die Einbindung von Mitschülern mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Behinderungen zum Alltag. Zu Anfang hätte man noch gefragt, weshalb Uwe im Rollstuhl sitzt, doch mittlerweile sei das ganz normal und kein Thema mehr, sagt die elfjährige Merit Ahmann aus Delbrück. Wie für alle Mitschüler war es auch für sie spannend, einmal im Rollstuhl zu sitzen. Allerdings meinte sie auch: „Uwe sitzt da ja immer drin, wir machen das nur einmal.“ „Es ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe“, sagt Luis Hefenbrock (11) aus Paderborn. „Ich dachte, es wäre viel einfacher, schnell zu fahren und zu lenken.“ „Unser Ziel ist es vor allem, über Rollstuhlbasketball zu informieren und zu zeigen, dass es das auch in Paderborn gibt“, sagt Detlef Tipp. Er ist Spielertrainer der Ahorn-Panther – Paderborns Rollstuhl-Korbjäger-Team – und leitet die Unterrichtsstunden gemeinsam mit Benedikt Bartoldus im Auftrag des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS). „Zur Einstimmung haben wir das Olympia-Finale im Rollstuhlbasketball 2004 zwischen Australien und Kanada gezeigt“, erklärt Tipp. Damit die Jungen und Mädchen ein Bild vom Sport vor Augen haben. Danach wurden die Grundtechniken Fahren, Dribbeln und Passen geübt. Und dann wurde richtig gespielt. Die Gesamtschule Elsen ist die erste Schule im Kreis Paderborn, die sich an dem bundesweiten Projekt beteiligt. Tipp hofft, dass weitere folgen. Sportlehrer Antonio Sierra überlegt schon, ob er auch mit dem Jahrgang 12 bei dem Projekt mitmacht. „Die Kinder sind begeistert“, sagt er. „Normalerweise rufen die zwischendurch nach einer Pause, das kam heute gar nicht“, ergänzt seine Kollegin Elena Ahlmeyer. Über eine Wiederholung hätte vor allem auch der elfjährige Uwe nichts. „Ich würde mir wünschen, dass es häufiger wäre“, sagt er.
© 2009 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 26. Mai 2009

Dank der Aktion Mensch
Seit zwei Jahren gibt es das Projekt „Rollstuhlbasketball macht Schule“, gesponsert wird es von der Aktion Mensch. Initiiert wurde die integrative Idee nach der Rollstuhl-Basketball-Europameisterschaft 2007 in Wetzlar. Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes, Friedrich-Alfred-Straße 10, 47055 Duisburg, Tel. (02 03) 7 17 41 90 oder unter www.rollstuhlbasketball-macht-schule.de (hko)


Fünf plus eins: Während Uwe Mohns (3. v. l.) aufgrund seiner Behinderung immer im Rollstuhl sitzt, ist diese Art Basketball für seine Mitschüler Saskia Brune, Christina Wollförster, Luis Hefenbrock, D

FOTO: HOLGER KOSBAB © 2009 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Dienstag 26. Mai 2009

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