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12.09.2017
Besuch des Glaubensgartens auf der Landesgartensch ...

Was die Mädchen und Jungen in der Klasse 6b der Gesamtschule Elsen so alles lernen


VON JUTTA STEINMETZ
Paderborn-Elsen. Eigentlich sind die 24 Mädchen und Jungen in der Klasse 6b der Gesamtschule Elsen eine fröhliche Bande. Doch an diesem Tag sind sie ernster. Auf dem Schulhof hat es einen Zwischenfall gegeben. „Es ist ja arm, in so einer Klasse zu sein“, bekam Natalie zu hören. Ein hämisch gemeinter Satz, den die 11-Jährige nicht auf sich sitzen lassen mag.
Denn ihre Klasse ist mehr als eine bloße Lerngruppe, sondern eine waschechte Gemeinschaft. Und das liegt wohl vor allem daran, dass hier sechs Kinder mit Förderbedarf zusammen mit 18 Kindern lernen, die im Amtsdeutsch Regelschüler genannt werden. Von solchen Unterscheidungen wollen Natalie und Co. nichts wissen. Sie wenden sich empört an ihre beiden Klassenlehrer Rolf Wigand und Josef Käuper und machen ihrem Ärger Luft. „Die wissen doch gar nicht, wie wir hier lernen“, sagen sie und sind empört.
Und das zu Recht. Denn von Schmalspurunterricht kann keine Rede sein. Für die Integrationsklassen, die in Elsen kurz „I-Klassen“ genannt werden, stehen ebenso Mathematik, Deutsch, Englisch oder die Naturwissenschaften auf dem Plan wie für die Regelklassen auch. Nur gelernt wird eben anders – gern in Projekten oder mit handlungsorientierten Ansätzen, wie Josef Käuper erzählt.
Genau davon profitieren letztlich alle I-Klässler. So mancher Regelschüler, bei dem die Prognose anfangs ganz anders lautete, habe das Abitur erreicht, berichten die beiden Lehrer. Sicher auch das Ergebnis der individuellen Förderung, die in den I-Klassen besonders groß geschrieben wird, aber wohl auch des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Förderbedarf. „Hier bekommen die Schüler tiefe Einblicke in das Lernen, in dessen Komplexität“, sagt Rolf Wigand. „Im Grunde werden sie hier zu Experten.“
Und so bemüht sich das Lehrerteam, das stets aus einem Fachlehrer und einem Sonderpädagogen besteht, um möglichst viel gemeinsamen Unterricht. „Das ist wichtig“, sagen Käuper und Wigand. „Denn so haben alle das Gefühl: Wir sind zusammen an einem Thema.“
Wenn’s sehr abstrakt oder komplex wird, dann lernen die Regelschüler in dem großen Klassenraum weiter, während sich direkt nebenan die Förderschüler der Thematik eben etwas anders nähern. So wie in der heutigen Deutschstunde, die einen Problem der Grammatik wälzen und die anderen ihre Fähigkeiten in der Rechtschreibung vertiefen.
Bis zum Ende der Klasse 10 bleiben die Schüler zusammen, auch mit ihren Lehrern. Denn Kontinuität ist wichtig. „Davon profitieren alle“, sagt Heinz Dobler, der Didaktische Leiter der Gesamtschule Elsen. Schließlich können die Pädagogen so ganz genau die Entwicklung ihrer Schüler beobachten und die Mädchen und Jungen entsprechend fördern.
Klar, dass bei so viel Nähe der Unterricht weit über das hinaus geht, was gemeinhin unter Schule verstanden wird. „Unterricht ist auch Beziehungsarbeit“, sagt Rolf Wigand. Und da ist so eine Diskussion über Vorurteile, wie sie den I-Klässlern an diesem Tag auf dem Schulhof begegnet sind, eigentlich sehr willkommen. „Ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Sie lernen zu argumentieren und auch sich für andere einzusetzen. Und genau das wird ja auch gebraucht.
Jede Menge Rüstzeug fürs Leben also, das vielleicht die Welt ein klein wenig besser machen wird. „Integrative Klassen sind Inseln“, sagt Rolf Wigand nachdenklich. „Auch an dieser Schule. Aber so eine Insel sieht man ja auch.“
Genauere Informationen gibt es auf der Internetseite der Schule unter www.ge-pb-elsen.de .
© 2009 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Samstag 22. August 2009


Eingeschworene Gemeinschaft: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 b (mittlerweile 7 b) und ihre Lehrer Josef Käuper (h. l.) und Rolf Wigand (h. r.) halten immer zusammen – nicht nur fürs Foto.

FOTO: JUTTA STEINMETZ

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