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  Presse >> „Wir sind schon Kompetenz-Zentrum“

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Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft des gemeinsamen Unterrichts


VON RALF MISCHER
Paderborn-Elsen.
Eigentlich ist es ein Ziel der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen, dass mehr gemeinsamer Unterricht von Behinderten und Nicht-Behinderten Kindern angeboten wird. Doch Lehrer und Elterninitiativen zweifeln, ob die Landesregierung die richtigen Konsequenzen daraus zieht.
Auf einer Podiumsdiskussion der Elterngemeinschaft „Gemeinsam Leben – gemeinsam lernen“ in der Gesamtschule machten sie ihrem Ärger Luft.
Für Moderator, Dr. Ulrich Schwerdt, ist die gemeinsame Unterrichtsform nicht erst seit der jüngsten UN-Konvention in Gefahr. Der Pädagoge verwies darauf, dass in fast allen europäischen Ländern wesentlich mehr gemeinsamer Unterricht angeboten werde: In Italien können 99 Prozent der beeinträchtigten Schüler eine normale Schule besuchen. In Deutschland nur 13 Prozent.
Für den Schuldirektor der Bezirksregierung Detmold, Siegfried Lieske, hinken solche Ländervergleiche. Auch den Titel der Diskussion, „Ist die Zukunft des gemeinsamen Unterrichts gefährdet“, kann er nicht nachvollziehen.
Sigrid Beer, Bildungspolitikerin der Grünen, sieht den Grund für das geringe Angebot eines gemeinsamen Unterrichts auch in der deutschen Bildungslandschaft begründet: „Wir sind Weltmeister im sortieren, dies setzt sich hier fort.“
Heinz Dobler, Didaktischer Leiter der Gesamtschule, befürchtete, die geplante Einführung von so genannten Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung führe dazu, dass den Schulen, die bereits gemeinsamen Unterricht anbieten, Mittel gekürzt würden. „Wir sind schon ein Kompetenz-Zentrum“, sagte er. Die Gesamtschule in Elsen bietet seit dem Jahr 1993 gemeinsamen Unterricht an.
Sabine Lüttenberg, Klassenlehrerin an der Krollbachschule in Hövelhof, teilte Doblers Einschätzung: „Die Ressourcen müssen auch da sein, sonst geht es zu Lasten der Kinder.“ Matthias Hartmann, Leiter der Hauptschule Niederntudorf/ Wewelsburg, betonte, man könne Integration nicht verordnen, der Gedanke müsse bei Schülern, Eltern und Lehrern wachsen. Dem pflichtete auch Siegrid Beer bei, betonte aber, sie habe kein Verständnis für Lehrer, die eine Arbeit mit behinderten Kindern ablehnen. Kontrovers wurden die Begriffe Integration und Inklusion diskutiert. Im Publikum konnte man die Auffassung hören, dass die von der Landesregierung geplanten Kompetenz-Zentren so etwas „wie Sonderschulen in Regelschulen“ seien. Dieses und andere Themen wird die Elterninitiative „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ auf ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 30. September, im Pfarrzentrum st. Meinolf, diskutieren.


Einlader und Referenten: (v.l.) Siegfried Lieske, Petra Frie, Ricarda Klenke von der Elterninitiative, Heinz Dobler, Sigrid Beer, Rudolf Lause, Matthias Hartmann, Rita Lackmann, Sabine Lüttenberg und

© 2009 Neue Westfälische Paderborner Kreiszeitung, Samstag 29. August 2009

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